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Ich arbeite mit digitalen Medien wie Video, Fotografie, Beamer-Projektionen oder Sound, sowie auf performative Weise mit meinem eigenen Körper, welcher als Medium, Werkzeug und Stellvertreter fungiert. Zudem schreibe ich Texte, setze Sprache und Stimmen ein.
Bevorzugt wähle ich künstliche Arbeitsmaterialien mit glatten Oberflächen, die ich mit ihrer teils medizinischen, teils fetischistischen Anmutung symbolisch benutze.
Auch der Raum ist für mich Symbol: ich lese ihn stets als psychischen Raum. So entstehen meist (multi)mediale Installationen.
Auch ortsbezogen arbeite ich gern – mich inspiriert die Interaktion mit vorgefundenen Atmosphären von z.B. historisch aufgeladenen und emotional besetzten, morbiden Gebäuden.

Begleitet wird meine Arbeit von einer Auseinandersetzung rund um die individuellen und kollektiven Erscheinungen der menschlichen Psyche. Insbesondere die seelischen Auswirkungen und Hintergründe gesellschaftlicher Machtasymmetrien sind dabei Gegenstand der Analyse.
Ich sehe mir ihre Sedimente in sozialen Subsystemen wie Medizin oder Mode an. Ungleichheiten betrachte ich sodann in ihren soziokulturellen Kontexten, bezogen auf Kategorien wie Körper, Geschlecht / Gender, Klasse, Beruf oder Gesundheit und untersuche dahingehend Konstruktionen von Norm und ihrem „Anderen“ – z.B. das Phänomen „Wahnsinn“.
Ich versuche, meine Beobachtungen durch meine Kunst zu spiegeln, denn Kunst ist für mich ein wertvolles, soziales Reflexionsmedium.



Nina Resl (Foto: Esteban Pérez Concha/Muthesius Kunsthochschule)


English version: 

I use digital media like video, photography, projections or sound, work with text and language and often in a performative way with my own body as a medium, tool and deputy.

I develop mainly (multi)media installations in which space is seen symbolically, it is always psychic space. My working materials are also used in a symbolic way with their artificial, medical-fetishist appearance.

I like to work in relation to local spaces, e.g. in interaction with the interactive fields and atmospheres of vacant, morbid buildings.

Theoretically, my work is based on an analysis of social inequalities with their effects on the human psyche and especially psychopathologisation. It takes a closer look at the causes or criteria from an intersectional point-of-view with regard to categories such as body, sex / gender, class or profession.